CFDs Traden - So geht's

CFDs Traden: Der Einsteiger-Leitfaden

Wer sich neu mit dem Trading beschäftigt, der stößt gleich zu Anfang auf eine kryptische Abkürzung: CFD und CFD-Trading. CFDs auf Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen traden zu können ist die Basis für Ihren Erfolg im Börsenhandel.

Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und was man beachten muss, wenn man CFDs tradet, lesen Sie in den folgenden Abschnitten zu unserem Thema CFDs traden.

Was sind CFDs?

CFD bedeutet »Contract for Difference« - also übersetzt »Differenzkontrakt« - auf Aktien, Währungen oder andere Handelsinstrumente. Dies sind gehebelte und daher hochspekulative Produkte, deren Handel mit einem Risiko behaftet ist.

Warum ist das so?

Mit CFDs handeln Sie sozusagen Stellvertreter. Sie investieren nicht direkt in eine Aktie oder einen Rohstoff, Sie kaufen keine Währung, Ihnen gehört kein Unternehmensanteil und kein materielles Gut. Beim CFD-Handel setzen Sie auf die Differenz zwischen zwei Preisen eines Produktes, dem Kauf- und dem Verkaufspreis. Sie geben mit Ihrem CFD-Trade im Grunde einen Wettschein ab - und wie bei jeder Wette gehen Sie dabei auch das Risiko ein, ihr Geld zu verlieren.

CFDs sind also Derivate, mit deren Hilfe Trader mit den Preisveränderungen von Aktien, Rohstoffen, Währungen und Indizes spekulieren, ohne das Produkt selbst zu besitzen. Hierbei spiegelt der CFD die Preise des Basiswertes nahezu 1:1 wider.

Durch den angewendeten Hebel ermöglichen Ihnen CFDs, auch mit geringem Eigenkapital an der Börsenentwicklung teilzuhaben.

CFD mit Hebel handeln: Das ist Wichtig zu Wissen!

Ein Beispiel: Der DAX30 Kassa-Kurs taxierte am 21.03.2019 um 16:00 Uhr bei rund 11.540 Punkten.

Um ein direktes Investment 1:1 zu tätigen, müssten Sie einen Euro pro Punkt investieren, also 11.540 €.

Wenn Sie aber einen CFD traden - beispielsweise mit dem üblichen Hebel von 30 - können Sie schon mit einer Margin-Hinterlegung von ca 385 € in den Handel einsteigen.

Bewegt sich der DAX30-Index nun beispielsweise um 115,4 Punkte nach oben, dann werden bei Schließen der Kaufposition 115,4 € Gewinn realisiert, also 1% des Kapitals - im CFD Handel entspricht das (Hebel 30) dann 30% der Margin.

Deshalb kann, wenn Sie CFDs traden, auch mit geringem Kapitaleinsatz exakt der gleiche monetäre Betrag realisiert werden wie beim Handel 1:1.

Je höher der verwendete Hebel ist, desto stärker wirken sich Kursveränderungen aus.

Aber ehe Sie jetzt anfangen, die Sektkorken knallen zu lassen: Vorsicht! Der Hebel wirkt natürlich auch im Verlustfall!

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CFDS WERDEN ÜBER EIN MARGIN KONTO GETRADET

Damit Sie CFDs traden können, benötigen Sie eine Margin-Konto bei einem Forex- und CFD-Broker. Ihr Broker eröffnet hierfür bei einer kooperierenden Bank ein Konto. Eröffnen Sie nun über den Broker einen Trade mittels eines CFDs, blockt der Broker für die Dauer des Handels eine Sicherheit, die sog. Margin, auf Ihrem Konto, während er Ihnen für den Rest der Position einen Kredit gibt. Halten Sie die Position über Nacht, bezahlen Sie in der Regel ein Zins-Abschlag. Sobald Sie die Position schließen, wird die Margin plus oder minus Trading-Gewinn oder -Verlust vom Broker wieder frei gegeben.


ESMA Regulierung - Einfluss auf den Hebel, wenn sie cfds traden

Seit August 2018 hat die viel zitierte ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) den Hebel im CFD-Handel innerhalb der EU gesetzlich geregelt. Dies soll private Trader vor Verlusten schützen.

Welcher maximale Hebel für welches Finanzinstrument gilt, erfahren Sie bei Ihrem Broker.

Außerhalb der EU ansässige Broker können natürlich auch höhere Hebel anbieten. Aber damit sollten Sie tatsächlich vorsichtig sein, wenn Sie noch nicht über ausreichend Erfahrung im CFD -Traden verfügen!


Mit CFDs handeln: Wie geht das?

CFD-Trading ist zunächst einmal sehr viel simpler als beispielsweise der Handel mit Optionen oder Futures, bei denen es vieles zu beachten gibt - Laufzeitbegrenzung, Zeitwertverlust, Swapaufschläge usw. - und die für den Anfänger eher intransparent daherkommen.

Und im Gegensatz zum Investieren, wie es beim Kauf einer Aktie passiert, müssen Sie nicht in Jahren rechnen, bis Ihr Gewinn sich realisieren lässt.

CFDs handeln sich deshalb für Anfänger recht unkompliziert.

Aber noch einmal raten wir zur Vorsicht: Wegen des Hebels, der Ihnen den Handel mit CFDs ja überhaupt erst ermöglicht, ist es auch deutlich risikoreicher, CFDs zu traden. Sie können hierbei viel gewinnen, aber natürlich auch viel verlieren - im schlimmsten Fall Ihr gesamtes Kapital.

Deshalb gilt es ein paar grundlegende Regeln zu beachten:

  • Sie sollten nie mehr Kapital riskieren als Sie auch bereit sind zu verlieren. Auf Ihr Risikokapital sollten Sie also tatsächlich verzichten können.
  • Sie sollten sich gründlich über Ihre Handelsinstrumente informieren - lernen Sie CFDs traden, ehe Sie es tatsächlich live tun!
  • Suchen Sie sich in Ruhe den für Sie passenden Broker aus. Eröffnen Sie bei den passenden Kandidaten erst einmal ein Demokonto und probieren Sie, ob alle Konditionen für Sie passen.
  • Lernen Sie eine Strategie, die zu Ihnen passt und Ihnen so bequem erscheint wie ein eingelaufener Schuh.
  • Denken Sie daran, dass Ihr Erfolg beim CFD traden vor allem mit einem Faktor steht und fällt: Mit Ihnen, Ihrer Disziplin, Ihrer Selbstkritik und Ihrer Persönlichkeit. Im Trading haben Sie nur einen ernstzunehmenden Gegner, und das sind Sie selbst. Deshalb ist Trading immer auch eine Art der Persönlichkeitsbildung.

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CFDs traden: Was kostet das Vergnügen?

Die Kosten, die Sie beim CFD-Traden kalkulieren müssen, halten sich auf den ersten Blick in Grenzen: Sie zahlen einfach den Spread an Ihren Broker (also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis). Preiswerter als die paar Cents Spread geht es nicht. Richtig?

Das stimmt leider so pauschal nicht. Tatsächlich können Spreadgebühren deutlich größer zu Buche schlagen als die Kosten bei einem Handel, der auf Kommission basiert.

Ein Beispiel anhand des Währungspaares EURUSD zeigt, dass sich ein Vergleich der Kostenmodelle tatsächlich lohnen kann:

Was brauche ich, wenn ich CFDs traden möchte?

Drei Dinge braucht der angehende CFD-Trader:

  1. Einen zuverlässigen und seriösen Broker
  2. Ein Handelskonto (Demo und Live)
  3.  Wissen darüber, wie der Handel funktioniert.

Der Broker ist Ihr Spielpartner: Er nimmt Ihre Trades an und leitet sie entweder an den Liquiditätspool weiter oder geht die Gegenposition als Market Maker selbst ein. (Jeder Kauf braucht ja einen Verkäufer und umgekehrt.)

Eine Liste von empfehlenswerten Brokern finden Sie am Ende dieses Artikels.

Ihr Broker wird Ihnen dann auch eine oder mehrere Tradingplattformen zur Auswahl anbieten. Welche davon Sie wählen, liegt an Ihnen. Vergleichen Sie sie, probieren Sie aus, womit Sie sich wohl fühlen und zurechtkommen. Am weitesten verbreitet ist der Metatrader 4, sein Nachfolger MT5 setzt gerade zur Aufholjagd an. Aber auch brokereigene Stationen wie die xStation 5 von XTB oder Online-Tradingstationen wie die des Portals tradingview sind ebenfalls attraktive Möglichkeiten. Probieren Sie ruhig ein wenig herum!

Handeln lernen: Hier gibt es eine Vielzahl von Online-Angeboten und Literatur. Es ist wichtig, dass Sie sich die Grundlagen des CFD-Handels aneignen. Je fundierter Ihr Wissen ist, desto sicherer werden Sie sich auf dem glatten Parkett bewegen. Lernen Sie Ihre bevorzugen Basiswerte kennen und eignen Sie sich das technische und fundamentale Rüstzeug für Ihr Trading an.

Wenn Sie einen persönliches Coaching wünschen, dann schauen Sie bitte hier.

Und nun geht es an die Arbeit: Lernen Sie Ihre Handelsplattform in- und auswendig kennen, finden Sie den Markt, der Ihnen zusagt - Forex, Aktien, Indizes oder Rohstoffe - und eine Strategie, mit der Sie sich wohl fühlen und trainieren Sie erst einmal auf Ihrem Demokonto, bevor Sie ins tiefe Wasser gehen. Wirklich schwimmen lernen Sie nur im Live-Konto - aber vorher sollten Ihnen die Grundzüge Ihres Tradings in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Und natürlich gibt es dann noch die überaus wichtigen Themen des Money- und Risikomanagements, der Tradedokumentation und der persönlichen Entwicklung.

Es gibt viel zu lernen: Fangen Sie an!

Eine einfache Strategie für den Anfang

Planmäßiges Herangehen ist beim Trading das A&O.

Ein einfacher Tradingplan für den Anfang hilft Ihnen aufs Sprungbrett. Natürlich gibt es auch hier keinerlei Garantie, dass Sie so erfolgreich handeln werden - es liegt immer auch an Ihnen selbst und an Ihrer Konsequenz, Disziplin und Ihrer Fähigkeit, eine Strategie konsequent für sich umzusetzen.

Die vorgestellte Strategie ist für den schnellen Start in einem kurzen Timeframe konzipiert, also 5 oder 15 Minuten.

Es ist eine Trendfolge-Strategie mit zwei gleitenden Durchschnitten.

Testen Sie die Strategie auf dem Demokonto, und zwar in folgenden Schritten:

  1. Öffnen Sie ein Demo Konto bspw. bei  XTB oder XM
  2. Laden Sie den Meta Trader 4 herunter, öffnen Sie ihn und melden Sie sich in Ihrem Demo Konto an.
  3. Bereiten Sie den ausgewählten Chart für die Strategie vor.
  4. Lernen Sie die Strategie: Über den Button kommen Sie direkt zur EMA20/50 Trading Strategie.
  5. Setzen Sie die Strategie um, bis sie sitzt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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